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Ein besonderes Anliegen ist die Einbeziehung des Entspannungstrainings in die Lehrpläne für Grundschulen.

Edmund Jacobson

PME-Vertiefung – Kinder und Jugendliche

Mit der Progressiven Muskelentspannung (PME) nach Edmund Jacobson lernen Kinder, achtsam mit ihrem Körper und mit sich selbst in Kontakt zu kommen, eine Grundvoraussetzung, um in Stress-Situationen gelassener zu bleiben. Die Erfolge der PME sprechen für sich. Kinder und Jugendliche entwickeln stärkere körperliche Abwehrkräfte, sie werden ausgeglichener und leistungsfähiger, Schul- bzw. Lernprobleme verringern sich und insbesondere „hyperaktive“ Auffälligkeiten lassen nach.

In der Zusatzqualifikation „Locker läuft’s leichter!“ erlernen die Teilnehmenden alle relevanten Aspekte, um die PME kompetent und lebendig in Kombination mit spielerischen Übungen, Körperwahrnehmungen, Phantasiereisen und Bewegungsspielen anleiten zu können (nach § 20 SGB V).
Der erste Kursabschnitt ist den methodischen und didaktischen Grundlagen der Progressiven Muskelentspannung (PME) gewidmet für die Anleitung von Kindern zwischen vier Jahren und dem Ende der Pubertät. Zwischen dem ersten und dem zweiten Teil erarbeiten die Teilnehmenden eine PME-Anleitungs-Sequenz, die sie mit Kindern bzw. Jugendlichen aus ihrem beruflichen oder privaten Umfeld durchführen und schriftlich dokumentieren.
Im zweiten Kursabschnitt stellen alle Teilnehmenden ihre Praxissequenz im Seminar vor und erhalten dazu ausführliche mündliche und schriftliche Rückmeldungen sowie Supervision.

Zertifikat

Die erfolgreich absolvierte Zusatzqualifikation wird durch ein Zertifikat dokumentiert. Es bestätigt die Fähigkeit, selbstständig Kinder und Jugendliche im Gruppen- und Einzelunterricht in der Progressiven Muskelentspannung achtsamkeitsbasiert anzuleiten (z.B. in Kindergärten, Schulen, Sportvereinen, VHS, freiberuflicher Praxis, in Kliniken und Reha-Einrichtungen). Darüber hinaus dokumentiert das Zertifikat die Inanspruchnahme von Fortbildung auf dem Themengebiet der Progressiven Muskelentspannung.

Weiterbildungsmaterialien

Die Teilnehmenden erhalten Kursunterlagen sowie eine Zugangsberechtigung zur Nutzung des ausführlichen internen Bereichs mit Materialien zur Theorie und Praxis der PME für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und zur Kursgestaltung.

Krankenkassenanerkennung und Übungsleiterlizenzverlängerung

Die Krankenkassen erstatten auf Anfrage bis zu 100 % der Kosten für PME-Kurse, die mit den entsprechenden beruflichen Voraussetzungen im Rahmen der Primärprävention (§ 20 SGB V) angeboten werden.
Die Zusatzqualifikation wird als Fortbildung für Übungsleitende anerkannt.

Informationen

Voraussetzung

Kursleitungsausbildung in achtsamkeitsbasierter Progressiver Muskelentspannung für die Arbeit mit Erwachsenen.

Termine

1. Teil: 10. April 2018
2. Teil: 05. Juni 2018

Zeit: 9.00 – 17.30 Uhr
Ort: 60528 Frankfurt, Otto-Fleck-Schneise 4
Leitung: Dr. Cornelia Löhmer
Kursgebühr: 240,- EUR inkl. Teilnehmerunterlagen, Nutzung des internen Bereiches und Zertifikat, zzgl. 18 EUR (2 Mittagessen)
Kosten für Unterbringung & Verpflegung: Übernachtung und Verpflegung
Übernachtungsmöglichkeiten bestehen in der Sportschule des Landessportbundes Hessen. Übernachtungswunsch bitte bei der Anmeldung mit angeben.
Preise (pro Person und Tag, incl. Frühstück): EUR 44,50 (EZ), EUR 34,50 (DZ).

Zur Anmeldung

Rückmeldungen von Teilnehmenden

Wertvoll am Kurs waren die tollen Impulse durch die Kursleiterin einerseits, als auch die vielen Gelegenheiten, in denen die Kompetenzen der Gruppe nutzbar gemacht wurden. Der Kursleiterausbildungskurs in Progressiver Muskelentspannung  für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen!

Christian Roland

Wir haben viel gelacht, intensiv gearbeitet und ich habe es wieder einmal genossen, wie uns Cornelia Löhmer so leicht, so authentisch, so fachlich kompetent und so aufmerksam durch die zwei Tage geführt hat.

Sabine Weller, Kitaleiterin

Mir liegt sehr am Herzen zu schreiben, wie ich mich nach der Entspannung gefühlt habe.
Am Ende des ersten Block der PME-Ausbildung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen fühlte ich bei der Schlussentspannung im Sitzen „nur“ eine totale Muskelentspannung. Zu Hause habe ich dann weitergeübt und bei der Schlussentspannung am Ende der Ausbildung habe ich eine totale Körperentspannung bei gleichzeitig vollem geistigem Bewusstsein erlebt. Ich saß gewichtslos auf dem Stuhl, war im Kopf hellwach, lauschte Deiner Stimme und fühlte gleichzeitig meinen entspannten Körper - es war ein unglaublich schöner und bewusster Zustand. Alleine diesen Zustand zu erleben wäre mir die Kursgebühr wert gewesen.
Die PME ist genau mein Ding. Ein Schuss ins Schwarze.
P.S. Mir ist wichtig zu sagen, dass ich ein Realist und kein Namenstänzer bin.

Christian Kaack

Ich hätte nie gedacht, dass Arbeit und Spaß sich verbinden lässt. Es ist schön, die Erfahrung zu machen, dass die Arbeit mit PME den Spaß nicht ausschließt.

Tanja Kletschka

PME im Einsatz – eine wahre Begebenheit
Es ist November - kalt, verregnet und grau. Doch seit der PME-Ausbildung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bin ich voller Ideen. Nach 25 Berufsjahren im Kindergarten will ich Veränderung und heute ist das entscheidende Gespräch mit meiner „Großen Chefin“. Acht Stunden Dienst im Kindergarten liegen hinter mir – es ist jetzt 16.15 Uhr - um 17.00 Uhr soll ich bei ihr auf dem Amt sein – also nichts wie los! - Schnell nach Hause - hoffentlich ist mein Parkplatz frei! - Gut! – Kurz rein, andere Klamotten an, die Unterlagen greifen und ab! 16.45 Uhr: In Gedanken gehe ich zum 100sten Mal meine Argumente durch. Oh, Gott! Gerade jetzt geht die Bahnschranke runter. 16.52 Uhr. Der Weg ist wieder frei, ich renne. Welches Zimmer war es? Ach ja, 213 – Treppe hoch, links um die Ecke – 16.58 Uhr – tief einatmen und anklopfen. Stille – ich warte, klopfe wieder, lausche, höre Stimmen, warte, drücke die Klinke – die Türe ist abgeschlossen. Mist! Und nun?
Aus dem Nebenzimmer kommt die Sekretärin. „Hallo Frau Bräutigam! Bitte warten Sie noch ein bisschen, Frau Meier ist noch in einer Krisensitzung!“, spricht es und schon ist die Türe wieder zu.
„Na toll!“ – und jetzt?“
Ich stehe auf einem endlos langen, kalten, kahlen Gang. Mein Herz klopft bis zur Stirn – vom Rennen?, vor Aufregung?
Meine Gedanken rasen – wie kann ich sie abschalten? - Wie war mein Einstiegsargument – ich weiß nichts mehr. - Die Stimmen werden lauter: Männerstimmen und dann wieder ihre. 17.15 Uhr – die Sekretärin verlässt ihr Zimmer, aber nicht um mich zu holen, nein, sie geht nach Hause. Die hat’s gut. Ich möchte auch nach Hause – im Warmen sitzen, Kaffeetrinken. Mann, ist mir kalt. Ich schwitze – mein Herz rast – ich friere. Was hab ich mir bloß dabei gedacht? Das wird nie was. Aber: jetzt bin ich hier. - Die Stimmen werden lauter. Klingt wie Abschied. O.K. – meine Sachen packen – gleich geht’s los.
17.25 Uhr: Die Türe wird aufgeschlossen, zwei Männer und eine Frau verlassen das Zimmer, einer sitzt noch drin bei ihr. Die „Große Chefin“ ruft mich herein und gleichzeitig redet sie mit dem Mann. Na toll! Ich gehe ins Zimmer und komme mir total überflüssig vor. Erdboden öffne Dich und verschlucke mich!
„Setzen Sie sich doch schon mal, Frau Bräutigam, wir müssen nur noch schnell den Zeitungsartikel für morgen fertig machen! … Sie wissen doch …“
Ich setze mich in eine Ecke und komme mir vor wie ein gestraftes Kind. Ich würde jetzt wenigstens gerne eine rauchen. Die beiden debattieren über Finanzen und reden – glaube ich - in Geheimsprache. Ich verstehe nichts, mein Kopf schwirrt – wie war das im Seminar? „Sorge für Dich“ und „Dreimal tief ein- und ausatmen“. Ich schaue die „Große Chefin“ an und sage: „Entschuldigen Sie, aber ich habe das Gefühl, Sie beenden das Gespräch besser in Ruhe und ohne mich – ich gehe noch einmal raus.“
Wou, das war mutig – bist Du das, Sibylle? Die „Große Chefin“ lächelt mich an und nickt. Mittlerweile ist es dunkel in dem langen, kalten, kahlen Gang. Ich laufe bis ans Ende, denn hier darf man rauchen, setze mich auf die kalten Steine und zünde mir eine Zigarette an. 10 Minuten genussvolle Pause. Um 18.00 Uhr stehe ich wieder vor der Tür, doch so sehr ich lausche, ich kann keinen Laut hören. Niemand reagiert auf mein Klopfen, ich drücke die Klinke – die Türe ist wieder abgeschlossen. Doch diesmal ist kein Mensch drin, wohl aber all meine Unterlagen, mein Schlüssel, mein Schal. Jetzt ist der Moment, in dem ich mich entscheiden muss: Lachen oder Heulen? Keines von beidem geht – aber die „Große Chefin“ kommt um die Ecke. „Entschuldigung Frau Bräutigam, ich …“ Sie führt mich ins Zimmer. „Was kann ich für Sie tun?“
Ich bin selbst erstaunt, als ich mich sagen höre: „Als erstes möchte ich etwas für Sie tun – ich schenke Ihnen nach all der Aufregung ein bisschen Entspannungszeit.“
Große Augen und ein lächelnder Mund schauen mich an. Drei Sätze vorweg, dass ich Erfahrung habe im Anleiten der PME, drei weitere Sätze, was sie tun soll. Ich führe sie durch den 7-er Schritt und wir genießen beide die 10 Minuten „geschenkte Zeit“, wie Cornelia immer sagt. Ich entspanne mich völlig durchs Anleiten, meine Stimme ist ruhig, mein Herz schlägt gleichmäßig, ich bin erholt.
Das war ein etwas anderer Start als geplant aber die „Große Chefin“ war sofort überzeugt – ich habe den Job.
Wenn mich jemand fragt: „Was bedeutet Dir die PME?“, dann antworte ich:
„Mit PME finde ich zu meiner inneren Stärke und Ruhe und komme wieder in meine Balance, PME ist die Kunst, im Alltag zu entspannen.“

Sibylle Bräutigam


Dr. Cornelia Löhmer  - Ausbildungen - Seminare - Trainings, Telefon 0641 5809 5805

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